Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Kategorie

BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement

Autor

Viola Bregler

Erstellungsdatum

20.12.2022

Sowohl das Wiederherstellen von Gesundheit nach Krankheit, sowie die Vorbeugung von Krankheiten gehören zu einem gesundheitsfördernden Ansatz dazu. Gesundheit variiert von Person zu Person und ist daher individuell zu betrachten und auf diese Person speziell auszurichten.


Gesundheit am Arbeitsplatz

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz wird viel zu häufig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl wir einen erheblich großen Anteil unseres Lebens auf der Arbeit verbringen, treten immer wieder physische Erkrankungen oder Verletzungen auf. Typische “Büro-Erkrankungen” wie Rücken-, Kopf- und Nackenschmerzen, Schulterbeschwerden, schweres Tragen und Heben auf der Baustelle, Überlastungen durch Fließband-Arbeiten und psychische Beschwerden wie Überarbeitung, chronischer Stress, Schlafstörungen, Suchterkrankungen und vieles mehr.


Pflichtmaßnahmen für Arbeitgeber

Die Schaffung einer gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung ist sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber notwendig und unumgänglich. Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, entsprechende Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie des betrieblichen Eingliederungsmanagement einzusetzen. Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) wurde 1996 erlassen und enthält Rechtsverordnungen und Pflichten sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer.


Verordnungen des Arbeitsschutzgesetztes

  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
  • Gefährdung durch elektromagnetische Felder
  • Gefahrstoffverordnung
  • Baustellenverordnung
  • Lastenhandhabungsverordnung
  • Etc.


Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist eine verpflichtende Arbeitsschutzmaßnahme und findet sich im Arbeitsschutzgesetz wieder. Sie sorgt für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und muss bereits erfolgt sein, bevor mit der Arbeitstätigkeit begonnen wird. Die Gefährdungsbeurteilung beschreibt den Ablauf einer geplanten Untersuchung und Bewertung der wesentlichen Gefährdungen, denen Beschäftigte während ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind. Risiken werden ermittelt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Um potenzielle Risiken aufzudecken, ist eine umfangreiche Analyse notwendig. Das Handbuch zur Gefährdungsbeurteilung enthält die wesentlichen Informationen zur Gefährdungsbeurteilung sowie allgemeine Informationen, Empfehlungen und Handlungswissen zur Durchführung.


Tipps für eine gesundheitsfördernde Umgebung

  • Gefahren frühzeitig erkennen
  • Über- oder Unterforderung vermeiden
  • Hohe Lärmpegel vermeiden
  • Abwechslungsreiche Arbeitsvorgänge
  • Umfangreiche und angemessene Anweisungen erteilen
  • Arbeitsplätze adäquat und sinnvoll einrichten
  • Zeitdruck nicht zu hoch setzen
  • Ausreichend Pausen
  • Günstiges Raumklima schaffen (Luftfeuchtigkeit beachten, Temperatur, frische Luft etc.)
  • Soziale Kontakte ermöglichen, kein isoliertes Arbeiten
  • Handlungsspielraum geben
  • Vielseitigkeit der Aufgabenverteilung ermöglichen
  • Rückmeldungen und Feedback geben
  • Kommunikation pflegen und Belastungen frühzeitig zu erkennen
  • Entwicklung bzw. Individuelle Kompetenzen fördern
  • Ernährung - abwechslungsreiche Verpflegung
  • Stressbewältigung fördern
  • Fachwissen zu Themen wie: Schlafgesundheit, Ergonomie am Arbeitsplatz, Suchtprävention, Rückengesundheit, Lauf- und Gehanalyse vermitteln


Positive Auswirkungen

Die Effekte einer gesundheitsfördernden Umgebung im Arbeitsumfeld sind vielfältig und von großer Tragweite. Neben einem niedrigeren Krankenstand und damit einhergehend einer Verringerung der Ausfallkosten, wird die Motivation gesteigert, die Flexibilität erhöht, die Effizienz und Produktivität verbessert und Kompetenzen werden entfaltet, wodurch ein Wettbewerbsvorteil entsteht.

Gesundheit führt zu erhöhter Zufriedenheit eines jeden einzelnen. Damit verbessert sich aber auch das Wohlbefinden im Team. Das Betriebsklima sowie die Harmonie und der Zusammenhalt im Team intensivieren sich.

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